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Empfehlenswerte Nahrungsmittel und Getränke bei Harnsäuresteinen

Harnsäuresteine unterscheiden sich von allen anderen Steinarten dadurch, dass sie durch eine Behandlung mit Medikamenten aufgelöst werden können.

Die Neubildung von Harnsäuresteinen kann vermindert werden:
1. Durch Alkalisierung des Harns
2. Durch Senkung der Harnsäure in Blut und Urin

Geeignete Ernährung:
Viel Obst und insbesondere Zitrusfrüchte, Gemüse, Kartoffeln, vegetarische Kost.

Geeignete Getränke:
Ausgepresste Zitrusfrüchte, Vitamin C-haltige Fruchtsäfte, alkalisierende Mineralwässer (z.B. Fachinger, Wildunger Helenenquelle).

Folgende, stark harnsäurehaltige Nahrungsmittel sind einzuschränken:
übermäßiger Fleischgenuß, insbesondere Innereien, Wild, Wurstwaren, Pressack, Fleischextrakte, Heringe, Sardellen, Sardinen, Spargel.

Folgende Getränke sollten eingeschränkt werden:
Bohnenkaffee, säuernde Mineralwässer (stark kohlensäurehaltige Wässer).

Was ist noch zu beachten?
1. Gewicht kontrollieren, Übergewicht vermeiden, kalorienarme Kost zur Gewichtsabnahme beachten!
Bei starker Gewichtsreduktion erhöht sich das Risiko für Harnsäuresteine sehr => Bei Gewichtsreduktion also mehr trinken!
2. Harnsäuresteinleiden kann mit Gicht einhergehen. Harnsäure im Blut ärztlich kontrollieren lassen! Harnsäureausscheidung im Urin ärztlich kontrollieren lassen!
3. Evtl. sind zusätzlich zur Diät Medikamente zur Senkung der Harnsäure im Blut und Urin erforderlich. Geeignete Medikamente werden vom Arzt verordnet.
4. Durch Alkalisierung des Harns können schon gebildete Harnsäuresteine aufgelöst und die Neubildung von Harnsäuresteinen vermieden werden. Die Harnalkalisierung kann sowohl durch Einnahme von Zitrusfrüchten oder durch entsprechende Medikamente erfolgen.
5. Der Grad der Harnalkalisierung richtet sich nach dem Säuregrad des Urins. Das Urin-pH sollte zwischen 6,2 und 6,8 liegen. In den frisch gelassenen Urin getauchte Teststreifen zeigen das Urin-pH an.
Nach neueren Erkenntnissen wird eine diätetische Einschränkung der Ca-Zufuhr (Milch usw.) nicht mehr empfohlen und alkoholische Getränke erhöhen das Nierensteinrisiko ebenfalls nicht. (Dank an Kollegen Riethmüller aus der Schweiz)

(c) Dr. H. Schorn

zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 16.Mai 2012 (15:20 Uhr)

Alle Informationstexte sind, wenn nicht anders gekennzeichnet,
von Dr. H. Schorn redaktionell erstellt worden.

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